He, du Pflaume! Unsere September-Aktion

altWarum ausgerechnet die Pflaume als einzige Obstart als Schimpfwort herhalten muss, ist nicht recht nachvollziehbar. Versüßt sie uns doch zuweilen als Kuchen, Kompott oder als Mus den Spätsommer. Dass „Du Pflaume“ ein abfälliges Urteil bedeutet, liegt wohl eher an der Abgrenzung zwischen Pflaumen und Zwetschgen im engeren Sinne. Hier zählen zu den Pflaumen größere runde, weichliche, meist sich schlecht vom Stein lösende, also eher „minderwertige“ Sorten, während die länglicheren Zwetschgen festeres Fruchtfleisch haben und sich besser vom Stein lösen. Letztere eignen sich daher besonders gut als Belegfrüchte und sind ideal zum Backen. Außerdem sind sie nicht so wasserreich, wodurch der Kuchen nicht gleich „suppig“ wird. Trotz der Unterschiede zwischen Zwetschgen- und Pflaumensorten haben sie jedoch eins gemeinsam, nämlich, dass sie alle zu einer großen Familie gehören: der „Pflaume“.

Pflaumen schmecken nicht nur gut, sie sind auch wahre Durstlöscher, denn sie enthalten viel Wasser und wenig Zucker. Darüber hinaus fördern sie wegen ihres hohen Ballaststoffgehalts die Verdauung.

Weitere Gründe, bei Pflaumen ruhig mal über die Stränge zu schlagen, sind der hohe Nährstoffgehalt, die vielen nervenstärkenden B-Vitamine und der in den Früchten enthaltene Mineralstoff Kalium, welcher u. a. eine wichtige Rolle beim Entwässern und der Muskeltätigkeit spielt. Auch Spurenelemente, die für das menschliche Immunsystem entscheidend sind, wie z. B. Zink, machen die Pflaume zu einem gesunden Leckerbissen. Apropos Leckerbissen: Da Pflaumen überflüssige Fettstoffe im Darm binden und die Umwandlung von Kohlenhydraten in Fette hemmen, wird ihnen auch nachgesagt, die idealen Helfer beim Abspecken zu sein. Ihre ansprechende blauviolette Farbe verdankt die Spätsommerfrucht den sekundären Pflanzenstoffen, den Flavonoiden. Und diese sollen einiges bewirken: das Immunsystem beleben, die Abwehrkräfte stärken sowie vorbeugend gegen Herz-Kreislauferkrankungen wirken.