Wir feiern Jubiläum!

50 Jahre Bäckerei Walther!!!   (01.06.1962 – 01.06.2012)

Am 01. Juni 2012 gibt es die Bäckerei Walther nun schon seit 50 Jahren und die Zeit ist wie im Flug vergangen.

Wenn das kein Grund zum Feiern ist!


Deshalb bieten wir Ihnen folgende interessante Jubiläumsschnäppchen
in der Woche vom 29.05.12 (Dienstag) bis 02.06.12 (Samstag) an:

Dienstag:      10 % Rabatt auf alle Brote

Mittwoch:      10 % Rabatt auf alle Brötchen

Donnerstag:  10 % Rabatt auf alle Kuchen

Freitag:         Jeder Kunde bekommt einen Sandtaler geschenkt. Außerdem kostet

                   der kleine Kaffee an diesem Tag nur 50 Cent.

In den KeXereien (in der Centrum Galerie und im Elbepark) gibt es von Dienstag bis Samstag in unserer Jubiläumswoche jede 250 g-Tüte Kekse (alle Sorten) um 50 Cent preiswerter.

Feiern Sie mit uns!

Ihr Bäckermeister Matthias Walther und das gesamte Team der Bäckerei

Eine ausführliche Geschichte unserer Bäckerei finden Sie nachfolgend.



Die Geschichte der Bäckerei Walther

Am 01.06.1962 ging Bäckermeister Eberhard Walther mit seiner Frau Gisela ganz ohne finanzielle Mittel nach Oberwiesenthal, um eine Existenz zu gründen. Er schloss einen Pachtvertrag für eine Bäckerei über 5 Jahre ab, stellte einen Gesellen ein und begann gemeinsam mit seiner Frau mit viel Fleiß und Aufopferungen sein Geschäft aufzubauen. In der Bäckerei gab es eine Teigmaschine, eine so genannten Schüsselpresse (in der KeXerei ausgestellt - teilt die Brötchen in gleiche Teile) und einen sehr alten Backofen. Das Eiweiß musste der Bäcker selbst mit der Hand schlagen. Deshalb war dann auch die erste große Investition eine kleine Tischschlagmaschine. Diese erste Maschine verrichtet noch heute in unserer Konditorei ihre Dienste. An strengen Wintertagen waren Minusgrade in der Backstube keine Seltenheit. Brote mit Sauerteig konnten wir in der Zeit leider nicht backen. Für eine normale Stollensaison erhielt die Bäckerei Walther lediglich drei kg Butter!!! An frische Früchte war im kalten Oberwiesenthal natürlich auch nicht zu denken, doch das findige junge Bäckerpaar ließ sich in der Erdbeerzeit zweimal wöchentlich mit der Busverbindung Dresden Hauptbahnhof - Annaberg mit frischen Erdbeeren versorgen. Oberwiesenthal hieß aber auch Saisongeschäft. In der Zeit, wo es für Urlauber schön war, kam man aus der Backstube gar nicht heraus und in der anderen Zeit konnte man die paar benötigten Semmeln mit der Schürze in den Laden bringen. Also hieß es nach fünf Jahren: “Zurück in die Heimat - nach Dresden“. Übrigens, ein Bäckergeselle verdiente zu dieser Zeit 1,40 Mark und eine Verkäuferin erhielt 1,27 Mark pro Stunde. Da die Grundnahrungsmittel staatlich gestützt wurden, konnten so unsere Kunden für folgende Preise einkaufen: Brötchen 5 Pfennig, Milchbrötchen 8 Pfennig, Mohnzopf 12 Pfennig, Pfannkuchen 22 Pfennig, Zuckerkuchen 12 Pfennig, Eierschecke 43 Pfennig. Die 2 Kilo-Mischbrote kosteten 1,04 Mark.     

altIm Jahre 1967 übernahm Bäckermeister Eberhard Walther die Bäckerei Fiedler (gegr. 1906) in der Leipziger Straße 111 und modernisierte die Backstube, indem er einen neuen, 40 Tonnen schweren Backofen selbst mit einbaute. Die räumlichen Bedingungen waren hier viel besser. Mit den nun schon angeschafften Maschinen und Kühlschränken sowie den Erfahrungen aus Oberwiesenthal war der Start in Dresden um einiges einfacher gewesen. Im darauf folgenden Jahr kam der jetzige Geschäftsinhaber, Matthias Walther, zur Welt und wuchs praktisch in der Backstube auf. Ein besonders schweres Los hatten in dieser Zeit vor allem die Bäckersfrauen zu tragen. Oft stand Frau Gisela Walther schon um drei Uhr in der Backstube um mit zu helfen. Gegen sechs Uhr mussten die Kinder versorgt werden und ab sieben Uhr stand sie im Laden und verkaufte. Ganz nebenbei kochte sie für alle Mittagessen, erledigte die Buchführung und vieles mehr. Zwischen 13 und 15  Uhr blieb dann Zeit für eine kurze Mittagspause, den Abwasch und die Kinder. Von 15 – 18 Uhr war dann wieder der Laden offen. Im Anschluss wurden dann noch alle Bestellungen der Kunden zusammengezählt, die Beutel vorsortiert und der Backzettel für den nächsten Tag geschrieben.

alt1976 erfolgte ein Ladenumbau. Der für damalige Zeiten schöne und zweckmäßige Laden sollte nun bis zur "Wende" halten. Nach wie vor blieb aber die Rohstoffversorgung sehr schwierig. In den Sommermonaten, wo andere Leute am Badesee lagen, hieß es in der Bäckerei: Erdbeeren abzupfen. Da mussten alle ran, denn teilweise bekamen wir täglich bis zu 100 kg Erdbeeren, die so schnell wie möglich in den Frost mussten. Auch mit Kirschen haben wir uns zentnerweise fürs ganze Jahr bevorratet. Die Mandeln gab es auch nur ungeschält, so dass wir die Mandeln selbst brühen, schälen, trocknen und hacken mussten. Die Rosinen bekamen wir „vorgereinigt“ geliefert, dass hieß: Äste, Nägel und auch mal eine Zigarettenkippe durften wir selbst auslesen. Bei aller Rohstoff- und Devisenknappheit war allerdings die Geschichte mit dem „Kandinat-T“ die frechste. Da wurde vom Staat tatsächlich aus unreifen, grünen Tomaten mit dem Zusatz von Zucker „Zitronat“ hergestellt. Das war  aber noch nicht die eigentliche Frechheit. Die lag nämlich im Preis, denn wir Bäcker durften natürlich den hohen Preis des echten Zitronates (ca. 20 Mark/kg) bezahlen. Es gab auch Rezepte, mit denen aus Erbsmehl Marzipan-Ersatz hergestellt wurde. Manchmal bekamen wir aber auch mehr geliefert, als wir bestellt hatten. Unsere ELG (heute BÄKO) hatte zu DDR-Zeiten ihr Lager an der Elbe, wo jetzt das Kongress-Center steht. Da gab es bei der Lieferung von Eierkisten auch schnell mal eine Ratte oder ein paar Mäuse gratis dazu. Zum Glück hatten wir ja unsere Katze, welche übrigens in Pieschen sehr bekannt war, weil Sie zu gern in unserem Schaufenster schlief.  

Im Jahr 1989 konnte auch endlich ein neuer moderner Ofen gebaut werden. Nach der Wende wurde nun nach und nach die gesamte Bäckerei mit neuen Maschinen ausgestattet. 1993 eröffnete Eberhard Walther seine erste Filiale auf der Leukartstraße in Dresden. Da dieses Wohngebiet zu der Zeit eher "ausgewohnt" wurde und auch keine Besserung in Sicht war, sah er sich nach einem neuen Standort um und mietete am Dresdner Hauptbahnhof eine Stellfläche für einen Verkaufsanhänger. alt

Matthias Walther, der inzwischen selbst Bäcker gelernt und 1990 seinen Meisterabschluss absolviert hatte, nahm an mehreren Wettbewerben erfolgreich teil. Er gewann diese mit seiner Dresdner Frauenkirche aus Salzteig und auch mit der "Palmeninsel". alt

Im Juli 2002 übernahm Bäckermeister Matthias Walther die Bäckerei seiner Eltern. Nur sechs Wochen später stand ihm schon das Elbwasser im Keller bis zum Hals und vernichtete ca. 3000 kg Mehl im Silo. Nach dem Hochwasser begann eine Reihe von Modernisierungen. Im Keller wurde ein neues Mehlsilo (sechs Tonnen Mehl) aufgebaut. Die alte Konditorei wich neuen Kühl- und Gefrierräumen und eine neue Konditorei wurde gebaut und eingerichtet. In allen Räumen wurden Elektrik, Gas, Wasser und Abwasser erneuert sowie die Fußböden und Wände gefliest.

Seit dem Jahr 2003 ist die Bäckerei Walther auch für die so genannte „Sommerweihnacht“  bekannt. Da gibt es für einen einzigen Tag - am 24. Juni, also genau ein halbes Jahr vor Weihnachten - den echten Dresdner Christstollen.

2004 wurde der Verkaufsanhänger am Dresdner Hauptbahnhof gegen eine Fläche im Mieterprovisoriumsgang direkt im Bahnhofhof getauscht und ein schöner neuer Laden gebaut.  

2005 eröffneten wir im Bahnhof Mitte einen DB Service Store.

Im Sommer 2005 wurde der Laden in der Hauptfiliale, Leipziger Straße 111, vergrößert sowie mit einer neuen Ladeneinrichtung und einer gemütlichen Café-Ecke versehen. Die alte Backstube wurde in den Jahren 2005 und 2006 komplett modernisiert und eine Konditorei, Räume zum Geschirrspülen sowie zum Herstellen von Pfannkuchen geschaffen.

Im November 2009 erfüllten sich Matthias Walther und seine Frau Katrin, die seit 2008 ebenfalls in der Bäckerei Walther mitarbeitet, den Traum einer Keksmanufaktur, der „KeXerei“. altSie eröffneten im Untergeschoss der neuen Dresdner Centrum Galerie ein Spezialitätengeschäft, in dem man ausschließlich Kekse kaufen kann. Diese werden dort in ca. 100 Sorten angeboten und der Kunde kann dem Bäcker live beim Backen zuschauen und dem Bäcker über die Schulter sehen. Der Duft der handwerklich hergestellten und frisch gebackenen Kekse verführt dann jeden Keksliebhaber zum Probieren gleich vor Ort und Weiternaschen zu Hause. Da die „KeXerei – DIE KEKSMANUFAKTUR“ so gut bei den Dresdnern und ihren Gästen ankam, wurde im September 2011 eine zweite KeXerei im Obergeschoss des Dresdner Elbeparks eröffnet.

Im April 2012 übernahm die Bäckerei Walther eine ehemalige „U-Store“-Filiale am Dresdner Postplatz (Wallstraße 1), welche überwiegend „Kiosk-Charakter“ hat und seit der Übernahme ihren Kunden nun auch leckere und gesunde Backwaren anbietet.

Sie sehen, auch nach 50 Jahren wird es nicht langweilig …

Ihre Bäckerei Matthias Walther